Schicht für Schicht

· Februar 04, 2015 · Baustelle, Schloss · 0 comments

Schicht für Schicht zum Schmuckstück

Nachdem die Restauratoren keine historischen Farbbefunde im Treppenturm attestierten, stehen wir nun vor der umfangreichen Aufgabe die Säulen und Baluster, maximal schonend und vorzugsweise ohne Einsatz von Chemie, von ihrem cremefarbenem Kleid aus Lacken und Farben zu befreien. Im Dachgeschoss sollen die vielen freistehenden Fach- und Ständerwerke wieder in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild zur Geltung kommen.

Wir haben hierzu diese Woche u.a. zwei Strahlverfahren getestet. Strahlen mit Trockeneis und Strahlen mit Glasperlen. Beide Verfahren haben sich bei vergleichbaren Projekten in Kirchen (z.B. im Dom zu Xanten) oder anderen alten Gebäuden bewährt.

Herausfordernd ist allerdings, dass der breite steinerne Treppenlauf bei uns auf Sandstein- UND Eichenbalustern ruht! Eine Erklärung dafür steht noch aus.

Das Ergebnis nach nur circa einer Minute beeindruckt schon sehr.

Wie schonend das Verfahren ist, erkennt man am unversehrten Zimmermannszeichen auf dem Balken.

Das ursprünglich als Burg angelegte Grafenschloss Landau wurde 1330 durch den Grafen Heinrich
den IV von Waldeck zum Schloss ausgebaut. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war es dann auch überwiegend
im Besitzt der Fürstenfamilie zu Waldeck, dann würde es als Seniorenzentrum genutzt. Mit viel Liebe
zum Detail werden wir jetzt das Schloss aus dem Dornröschenschlaf erwecken und es so Originalgetreu wie möglich belassen

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